Franklin Templeton-Umfrage: ETFs sind in Deutschland weithin bekannt und verbreitet – werden jedoch oft nur unzureichend verstanden
Christian Machts, Country Head Deutschland und Österreich bei Franklin Templeton
- Hoher Bekanntheitsgrad, geringes Vertrauen: Drei Viertel der Deutschen kennen ETFs, bewerten ihr Wissen darüber auf einer Skala von 1 bis 6 jedoch nur mit 4,5 (wobei 6 die schlechteste Note ist).
- Geringe Nutzung von Wachstumsmärkten: ETF-Anleger konzentrieren sich hauptsächlich auf globale Indizes, obwohl fast die Hälfte der Befragten ein überdurchschnittliches Wachstum in Schwellenländern erwartet.
- Geringes Bewusstsein für aktiv verwaltete ETFs: Nur ein Drittel der ETF-bewussten Anleger weiß, dass es aktiv verwaltete ETFs gibt.
Investmentfonds.de - Frankfurt am Main, 22. April 2026 – Exchange Traded Funds (ETFs) gehören mittlerweile zu den bekanntesten Anlageprodukten in Deutschland. Drei Viertel der Bevölkerung geben an, von ETFs gehört zu haben. Der hohe Bekanntheitsgrad geht jedoch nicht mit einem fundierten Verständnis einher. Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von Franklin Templeton im Februar 2026 unter 1.000 Erwachsenen in Deutschland durchgeführt hat.
Trotz ihrer großen Beliebtheit beurteilen die Befragten ihr eigenes Wissen über ETFs kritisch. Im Durchschnitt bewerten sie es auf der deutschen Notenskala mit 4,5 (wobei 6 die schlechteste Note ist) – was der Note „ungenügend“ entspricht. Mehr als die Hälfte (56 %) bezeichnet ihr Wissen als unzureichend, während nur 12 % es als gut oder sehr gut einschätzen. Gleichzeitig sind 61 % der Meinung, dass die Deutschen insgesamt ihr Geld zu konservativ anlegen.
Die Unterschiede sind besonders ausgeprägt zwischen den Geschlechtern, Altersgruppen und Einkommensklassen. Männer geben deutlich häufiger als Frauen an, dass sie ETFs erklären können. Auch jüngere Befragte im Alter von 18 bis 34 Jahren sowie Haushalte mit höherem Einkommen bewerten ihr Wissen positiver.
Christian Machts, Country Head Deutschland und Österreich bei Franklin Templeton, sagt: „ETFs sind weit verbreitet, werden aber nicht allgemein verstanden. Diese Lücke prägt heute das Anlageverhalten in Deutschland. Mit dieser Umfrage wollten wir besser verstehen, wo Anleger nach Orientierung suchen – und was sie daran hindert, bestehendes Interesse in langfristige Anlageentscheidungen umzusetzen. Die Herausforderung besteht nun darin, das Bewusstsein in Handeln umzusetzen.“
Großes Interesse – doch die Investition in ETFs wird oft aufgeschoben
Die Umfrage ergab zudem, dass ETFs für viele Deutsche grundsätzlich attraktiv sind. Hätten sie heute 10.000 Euro frei verfügbar, würde mehr als ein Drittel davon in ETFs investieren – mehr als in jede andere Anlageform. Bei erfahrenen Anlegern steigt dieser Anteil auf fast 60 %.In der Realität dominieren jedoch nach wie vor konservative Produkte. Rund zwei Drittel der Deutschen nutzen Tagesgeldkonten, und mehr als die Hälfte setzt auf Spar- oder Sparbücher. Nur etwa drei von zehn Befragten halten derzeit indexierte ETFs, also ETFs, die einen Index regelbasiert nachbilden. Vielen ist bewusst, dass Untätigkeit an sich schon ein Risiko sein kann: Ein Drittel gibt an, mehr Angst davor zu haben, ihr Geld nicht anzulegen, als vor einem Marktcrash. Gleichzeitig fühlen sich 42 % von der schieren Vielfalt der verfügbaren ETFs überfordert – was darauf hindeutet, dass eher Orientierungslosigkeit als mangelndes Interesse ein wesentliches Hindernis für Investitionen darstellt.
Jüngere Anleger treiben den Wandel hin zu ETF-Altersvorsorge an
ETFs werden zunehmend als zentrales Instrument für die langfristige Altersvorsorge angesehen. 43 % der Befragten betrachten sie als wichtigen Baustein für die Altersvorsorge, und 44 % glauben, dass ohne wertpapierbasierte Sparpläne finanzielle Engpässe im Alter wahrscheinlich sind. Dennoch bleibt die tatsächliche Umsetzung zurückhaltend.Wo Anleger jedoch bereits aktiv sind, zeichnet sich ein klares Muster ab: Drei Viertel der ETF-Anleger nutzen Sparpläne. Vor allem jüngere Anleger bevorzugen automatisiertes Investieren – mehr als 80 % der 18- bis 34-Jährigen investieren über ETF-Sparpläne.
Martin Bechtloff, Vice President ETF Sales Germany bei Franklin Templeton, kommentiert: „ETF-Sparpläne verdeutlichen, wie sich das Anlageverhalten in Deutschland verändert. Regelmäßiges Investieren wird auch beim von der Bundesregierung geplanten Altersvorsorgekonto eine zentrale Rolle spielen. Für viele Anleger kann dies ein wichtiger Weg sein, den langfristigen Vermögensaufbau und die private Altersvorsorge enger an die Kapitalmärkte anzupassen – insbesondere vor dem Hintergrund wachsender Zweifel an der alleinigen Tragfähigkeit des staatlichen Rentensystems.“
Wachstumsmärkte und neue ETF-Konzepte werden nach wie vor zu wenig genutzt
Während sich die meisten ETF-Anleger auf breit diversifizierte globale Indizes konzentrieren, spielen Schwellenmärkte derzeit nur eine untergeordnete Rolle. Und das, obwohl fast die Hälfte der Befragten in einigen der großen Schwellenmärkte ein überdurchschnittliches Wachstum erwartet. Als Haupthindernisse werden mangelndes Wissen und geopolitische Bedenken genannt.Auch aktiv verwaltete ETFs stoßen auf wachsendes Interesse, doch der Bekanntheitsgrad ist nach wie vor gering. Nur ein Drittel der Befragten, die ETFs kennen, weiß, dass es solche Produkte gibt, während jeder Zehnte angibt, möglicherweise in Zukunft in sie zu investieren.
Insgesamt zeigt die Umfrage, dass ETFs in Deutschland mittlerweile zum Mainstream geworden sind – der Bedarf an Beratung, Informationen und Kontext ist jedoch nach wie vor hoch. Es besteht weiterhin eine erhebliche Lücke zwischen Bekanntheit, Interesse und tatsächlicher Nutzung.
Über die Umfrage
Die repräsentative Bevölkerungsumfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von Franklin Templeton zwischen dem 3. und 6. Februar 2026 durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 1.009 deutschsprachige Erwachsene ab 18 Jahren, die in Privathaushalten leben. Die Studie wurde online (forsa.omninet) mit einer Fehlermarge von ±3 Prozentpunkten durchgeführt.
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Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Franklin Templeton). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Franklin Templeton)
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