Capital I Marktüberblick, 2. März 2026
Kyle Rodda, Senior Financial Market Analyst
- •Ölpreise dürften stark steigen, Gold ebenfalls – geopolitische Spannungen treiben die Flucht in sichere Häfen.
- •Risikoreiche Anlagen geraten unter Druck, der US‑Dollar legt zum Handelsstart zu.
Die Märkte hatten einen umfassenden Angriff auf den Iran nicht eingepreist. Nun, da er erfolgt ist, bewegen sich weit mehr als nur Öl und Gold. Die Auswirkungen könnten Parallelen zum russischen Einmarsch in die Ukraine haben – wenn auch mit geringerem Einfluss auf die globalen Wirtschaftsgrundlagen, da der Iran wirtschaftlich kleiner und stärker isoliert ist. Aus Marktsicht steht nun vor allem die Frage im Vordergrund, wie sich die globalen Energiemärkte entwickeln. In geringerem Ausmaß drohen Risiken durch Störungen der Lieferketten, da der Schiffsverkehr im Persischen Golf beeinträchtigt werden könnte. Noch weniger relevant, aber dennoch spürbar, wären Einschränkungen im internationalen Flugverkehr über die wichtigsten globalen Drehkreuze. Insgesamt handelt es sich um einen Angebotsschock, der sich über die Weltwirtschaft ausbreiten könnte – insbesondere, wenn der Krieg weiter eskaliert.
Das Problem besteht darin, dass Israel und die USA koordiniert einen Staatschef sowie weitere hochrangige Regierungsvertreter getötet haben. Berichten zufolge wurden auch der nominierte Nachfolger von Ayatollah Khamenei sowie dessen Sohn – ebenfalls als möglicher Nachfolger gehandelt – ausgeschaltet. Anders als beim 12‑Tage‑Krieg oder anderen jüngeren Eskalationen haben sich die Anreize für den Iran vermutlich verschoben: weg von Deeskalation, hin zu Eskalation, um das Regime zu stabilisieren und sein Überleben zu sichern. Auch die USA stehen nach ersten eigenen Verlusten an einem Wendepunkt. Diese Eskalation eröffnet eine potenziell chaotische und daher extrem schwer vorhersehbare Ereigniskette – ein Umfeld, das Märkte traditionell schlecht einpreisen können. Entsprechend ist in den kommenden Tagen – möglicherweise länger – mit erhöhter Volatilität und einer allgemeinen Risikoaversion zu rechnen.
Aktuell deutet vieles darauf hin, dass sich der Konflikt über Wochen und nicht nur Tage hinziehen wird und zunehmend weitere regionale Akteure hineinzieht. Das „Playbook“ für die Märkte ist klar, auch wenn die Entwicklung schwer prognostizierbar bleibt: Ölpreise dürften heute deutlich steigen, Gold ebenfalls, und globale Aktienmärkte werden unter Druck geraten. Besonders betroffen sind Länder, die Netto‑Energieimporteure sind – etwa Japan, China und Indien. Der US‑Dollar und der japanische Yen zeigen Stärke, während der australische Dollar trotz potenzieller Vorteile durch höhere Rohstoffpreise unter Druck steht. Ein starker US‑Dollar ist ein Warnsignal: Er deutet – insbesondere wenn er von Volatilität an den Geldmärkten begleitet wird – darauf hin, dass Marktteilnehmer höhere finanzielle Stabilitätsrisiken einpreisen.
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