16.08.2004
DekaBank im ersten Halbjahr mit positiver Ertragsentwicklung
Köln, den 16.08.2004 (Investmentfonds.de) - Die DekaBank weist im laufenden Geschäfts-
jahr - wie in den vergangenen Vorjahreszeiträumen auch - eine positive Ertragsent-
wicklung aus. Der im Bank- und Investmentgeschäft tätige Konzern erzielte im ersten
Halbjahr 2004 ein Betriebsergebnis vor Risiko von 317,1 Mio Euro. Dies entspricht
einer Steigerung gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres von 27 Prozent.
Das kontinuierliche Risikomanagement der vergangenen Jahre führte auch im aktuellen
Betrachtungszeitraum zu einem positiven Ergebnis im Rahmen der Risikovorsorge im
Kreditgeschäft in Höhe von 14,5 Mio Euro.
Die ordentlichen Erträge lagen mit 612,4 Mio Euro um fast 9 Prozent über denen des
vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Dabei stieg das Zinsergebnis um 32 Prozent auf
190,3 Mio Euro. Das Provisionsergebnis erhöhte sich um 17 Prozent auf 388,3 Mio Euro.
Ausschlaggebend dafür war zum einen die Erholung der Wertpapiermärkte und zum anderen
die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Düsseldorfer WestInvest, die zuvor
mehrheitlich zum WestLB-Konzern gehörte.
Das Handelsergebnis von 3 Mio Euro lag deutlich unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.
Der Grund dafür ist vor allem die Umstellung der Bewertung des Rentenhandels-Portfo-
lios auf Portfolio-Accounting im Vergleichszeitraum des Vorjahres, was im Jahr 2003
zu einem positiven Ergebniseffekt in Höhe von rund 55 Mio Euro führte. Die betrieblichen
Aufwendungen verringerten sich im aktuellen Betrachtungszeitraum um knapp 6 Prozent
auf 295,3 Mio Euro.
Die Bilanzsumme des Konzerns belief sich Ende Juni 2004 auf
102,8 Mrd Euro im Vergleich zu 100,5 Mrd Euro Ende des Jahres 2003. Auf der Aktivseite
stiegen die Forderungen an Kreditinstitute seit Jahresultimo leicht auf 43,3 (42,0)
Mrd Euro und die Kundenforderungen reduzierten sich auf 19,4 (22,0) Mrd Euro. Auf der
Passivseite verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf
24,9 (28,9) Mrd Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen dagegen auf
27,5 (25,9) Mrd Euro. Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Positionierung der
DekaBank im Emissionsgeschäft erhöhten sich die Verbrieften Verbindlichkeiten auf
45,6 (40,7) Mrd Euro.
Das haftende Eigenkapital des Konzerns konnte durch Emission von Nachrangkapital
sowie Rücklagendotierung im Rahmen der Gewinnverwendung in der ersten Hälfte des
laufenden Geschäftsjahres um 12,5 Prozent auf 3,6 (3,2) Mrd Euro ausgeweitet
werden. Das Kernkapital stieg auf 2,0 (1,9) Mrd Euro. Die Eigenkapitalquote gemäß
Grundsatz I belief sich damit per Ende Juni auf 16,4 (14,8) Prozent.
Im Investmentfondsgeschäft konnte der DekaBank-Konzern seine Position als Nummer
zwei der Branche behaupten. Der zentrale Investmentdienstleister der Sparkassen-
Finanzgruppe verwaltete Ende Juni 2004 ein Fondsvermögen von insgesamt 137,2 (131,2)
Mrd Euro, wobei im Vorjahreswert noch nicht die WestInvest enthalten ist. Davon
entfielen 91,7 (85,2) Mrd Euro auf Publikumsfonds und 45,5 (46,0) Mrd Euro auf
Spezialfonds.
Der Nettomittelabsatz der Publikumsfonds des Konzerns belief sich in der ersten
Jahreshälfte auf rund 660 Mio Euro. Während Offene Immobilienfonds Zuflüsse in Höhe
von knapp 700 Mio Euro verbuchten, flossen in die Rentenfonds mehr als 730 Mio Euro.
Abflüsse verzeichneten dagegen Aktienfonds (minus 691 Mio Euro) und Geldmarktfonds
(minus 94 Mio Euro).
Die Anlagefavoriten der Sparkassenkunden waren im ersten Halbjahr 2004 die struktu-
rierten Produkte wie Dachfonds und die Fondsgebundene Vermögensverwaltung, denen
zusammen rund 2,7 Mrd Euro zuflossen. Dieser Erfolg spiegelt sich nicht in Gänze in
den Absatzzahlen des BVI Bundesverband Investment und Asset Management wider, da im
Rahmen einer aktiven Liquiditätssteuerung Kassenpositionen aufgebaut wurden, die
sukzessive in Deka Investmentfonds beziehungsweise Fonds der Kooperationspartner
investiert werden.
Quelle: Investmentfonds.de