Bantleon: Die Fed schiebt und schiebt
Dr. Daniel Hartmann, Senior Analyst Economics bei Bantleon
In einer aktuellen Analyse zur Zinspolitik der Fed schreibt
Dr. Daniel Hartmann, Senior Analyst Economics bei Bantleon:
"Im letzten Moment hat die Fed doch wieder der Mut verlassen.
Die mit viel Spannung erwartete jüngste Notenbanksitzung endete
wie das Hornberger Schiessen: Die Notenbank beliess den Leitzins
bei ±0,00% bis +0,25% und damit alles beim Alten. Entgegen der
Ankündigung vom Juli haben somit »einige weitere Verbesserungen
am Arbeitsmarkt« nicht ausgereicht, um die Leitzinswende herbei-
zuführen. In den Augen der Fed wogen die jüngsten Finanzmarkt-
turbulenzen und die niedrigen Inflationszahlen letztendlich
schwerer.
Ganz in diesem Sinne wurde vor allem eine Passage neu in das FOMC-
Statement aufgenommen: »Die jüngsten globalen wirtschaftlichen und
finanziellen Entwicklungen werden die Aktivität vermutlich etwas
dämpfen und zusätzlichen Abwärtsdruck auf die Inflation ausüben«.
Während der Pressekonferenz ergänzte Janet Yellen, dass die
Unsicherheit hinsichtlich des Inflationsausblicks zugenommen habe
– sprich, die Zweifel, ob mittelfristig die 2,0%-Marke erreicht
wird, sind gewachsen. Ansonsten wurden kaum Anpassungen an der
geldpolitischen Lageeinschätzung vorgenommen. So konstatiert die
Fed unter anderem weitere Verbesserungen am Arbeitsmarkt und
»solide Stellenschaffungen«.
Eine eindeutig »dovishe« Note wiesen wiederum die neuen Projektionen
der Notenbank auf. Sowohl beim Wachstum als auch der Inflation nahm
die Fed für die kommenden beiden Jahre Abwärtskorrekturen vor
(siehe Tabelle). Noch mehr galt das Abwärtsmomenum für den künftigen
Leitzinspfad, der horizontal um 25 Bp nach unten gewandert ist. Mit
anderen Worten, gehen die Notenbanker im Durchschnitt nunmehr Ende 2015
von 0,375%, Ende 2016 von 1,375% und Ende 2017 von 2,625% aus. Das lang-
fristige Zielniveau liegt bei 3,5%."
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