SEB AM : Über Deutschland nach China
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Köln, den 08.03.2010 (Investmentfonds.de) - Dr. Jürgen Meyer, Head of Euroland & German Equities bei SEB Asset Management, schreibt in seiner aktuellen Markt- einschätzung: „Warum in die Ferne schweifen? Das Gute liegt so nahe!“ Dieser Ausspruch Goethes könnte heutzutage unter die Börsenweisheiten aufgenommen werden. Anstatt sich den zahlreichen Perlen des heimischen Aktienmarktes zu widmen, zieht es Anleger in exotische Werte nach China oder Indien.
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Das Wachstum der Schwellenländer ist zugegebenermaßen beeindruckend. Die höhere Wirtschaftsdynamik sollte aber nicht die fundamentale Bewertung von Aktien ersetzen. Hierbei zeigen sich heimische Werte deutlich attraktiver. Wer an den Wachstumschancen der Schwellenländer partizipieren möchte, tut dies besser mit deutschen Premiumaktien. China: Wachstum versus Bewertung Die Berichte über das rasante Wachstum der Schwellenländeraktien sind ebenso richtig wie die Prophezeiungen zur wachsenden Bedeutung des Internets Ende der 90er. Die teuer erworbenen „Internetaktien“ hatten aber meist keine rasante Wertentwicklung vor sich. Der größte Teil des Wachstums lag bereits hinter ihnen – oder etablierte Unternehmen verdienten auch in den neuen Märkten besser. Die entscheidende Frage ist also: Zu welchem Preis bekommen Investoren Schwellenländeraktien derzeit geboten? Das Kurs-Buchwert- Verhältnis des chinesischen Leitindex steht bei 3,5. Zum Vergleich: Der DAX hat ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,5. Die momentanen Bewertungsunterschiede des chinesischen Marktes zum DAX würden auch bei andauernden Wachstumsdifferenzen Jahre benötigen, um sich einander anzunähern. Viel näher liegt ein Vergleich zum japanischen Markt von vor 20 Jahren. Eine Kurskorrektur erscheint genauso möglich wie überfällig. Globale Diversifikation Im Gegensatz zur Mehrheit der Aktien in Fernost bieten deutsche und europäische Papiere deutlich günstigere Bewertungen. Basierend auf der Qualität ihres Geschäftsmodells, haben einige Werte auch mehr Potenzial, um an den Wachstumschancen der aufstrebenden Märkte zu partizipieren. Deutsche Aktien zu kaufen, heißt längst nicht mehr, auf deutsches Wachstum zu setzen. Viele heimische Unternehmen sind in den aufstrebenden Märkten stark vertreten – mit Produkten, die nicht einfach kopierbar sind. Derartige Markteintritts- barrieren sind unabdingbar, denn einfache Geschäftsmodelle, wie die Stahl- oder Solarzellenproduktion, sind in Ländern wie China kostengünstiger umzusetzen – und die Hersteller damit austauschbar. Nicht austauschbar sind dagegen Anbieter von Luxusgütern wie Rolex, Mercedes, BMW und Porsche. Der größte Markt für S-Klasse und 7-er BMW ist mittlerweile China. Offenbar können die zahlreichen lokalen Autobauer nichts Vergleichbares bieten! Innovativ und nicht austauschbar zu sein, ist ebenfalls die Stärke der BASF. Kaum ein anderes Chemieunternehmen hat eine derart gut verzahnte Produktion. Abfallprodukte in einem Bereich dienen als Ausgangsbasis für die Herstellung anderer Substanzen. Die breite Produktpalette beschert enorme Effizienzgewinne gegenüber kleineren Wettbewerbern und das kapitalintensive Geschäft lässt die Standort- und Lohnkostenfrage zweitrangig werden.
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Zudem können Konzerne wie BASF oder Volkswagen ihre führende Stellung in China nutzen. Auch Lebensmittel- Markenanbieter wie Nestlé haben sich mit einem stabilen Cashflow krisenfest gezeigt. Das Geschäftsmodell scheint gerade deswegen zukunftssicher, weil die Branche keinem technischen Wandel unterliegt. Langfristiger Mehrertrag Die marktbreiten Aktienindizes in Deutschland und der Euro-Zone weisen für sich ein Wachstum von im Schnitt 7 bis 9 Prozent pro Jahr aus. Konzentriert man sich innerhalb dessen auf die Unternehmen, die günstig bewertet sind und ein überzeugendes Geschäftsmodell aufweisen, ist ein Mehrertrag von im Schnitt 2 Prozent jährlich möglich. Wertzuwächse von 60 oder gar 80 Prozent, wie 2009 in einigen Schwellenländerbörsen, lassen sich nicht fortschreiben. Mit fundamentalen Analysen des Value-Investments können die Aktien identifiziert werden, mit denen langfristig überzeugende Wertsteigerungen möglich sind. Eine Strategie, die dem eher konservativen deutschen Anleger sehr entspricht. Dr. Jürgen Meyer, Head of Euroland & German Equities
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.